Assefonds: Leserbrief von Annemarie Kirsche

Nach dem Herausholen wird das "Zwischenlager" ein ewig strahlender Nachbar der Menschen um die Asse bleiben, denn kein Ort -weder in Deutschland noch in der Welt- wird ein Endlager dafür anbieten. Heute liegt der Müll Hunderte von Metern tief in der Erde und ich bin fest davon überzeugt, dass Bergbau - Ingenieure intelligent genug sind, Möglichkeiten zu finden, den Müll dort unten so zu behandeln, dass er für uns hier oben keine Gefahr birgt. 

Das war gestern.Heute steht in der Zeitung "100 Millionen für Asse-Region". Wunderbar, aber nicht verwenden für Nachteilausgleich, für ein neues Bundesamt, für ein Tagungshotel , für Bildung, Kunst und dergleichen schöne Sachen mehr, die ein Minister an seinen Wahlkreis verschenken und damit vor jeder Wahl sein Prestige erneuern und festigen kann. 

SONDERN 

100 Millionen für die besten Bergbauingenieure aus der ganzen Welt, die Methoden ersinnen, mit denen der Atommüll in der Erde bleiben kann ohne uns Menschen hier oben zu schaden und für die besten Maschinenbauer, die gewährleisten, dass der Atommüll im Schacht so verpackt werden kann, wie das (laut Zeitungsmeldung) heute schon oberirdisch möglich ist.